Derek Webb ist ein unglaublicher Songwriter, war früher Bandmitglied von Sixpence None The Richer und verschenkt seine vielgepriesene CD Mockingbird hier zum download. Also, unbedingt holen.
Update: Das ist kein Spam!
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Update: Das ist kein Spam!
Einige von euch haben sicherlich gemerkt, dass in den letzten Wochen etwas mit den Designs von diesem Blog herumgebastelt habe. Ich habe mich nun für eines entschieden, dass mich zufriedenstellt. Es gibt natürlich tausende WordPress-Templates im Netz, die man sich gratis herunterladen kann. Aber das „perfekte“ Theme hatte ich noch nicht gefunden, bis ich auf dieses gestoßen bin. Schön, elegant, übersichtlich. Ich werde wirklich versuchen, dieses Theme erst einmal für ein Jahr (!!!) zu behalten. Vielleicht werde ich aber den Header ändern.
Wie gefällt’s euch?
Ich überlege mir gerade mit einem Kumpel von mir, ein Tattoo machen zu lassen. Ohne Witz. Ein keltisches Kreuz, weil ich die Geschichte hinter diesem Symbol faszinierend finde. Tattoos fand ich schon immer faszinierend…
Ist es als Christ falsch, ein Tattoo zu haben? Nun, ich denke dass die Frage nicht klar mit ja oder nein beantwortet werden kann. Hier sind einige Faktoren, die mir in der Überlegung helfen: erstens, verbietet die Bibel mir ein Tattoo oder nicht? zweitens, möchte ich noch als 80jähriger mit diesem Tattoo herumlaufen? Drittens, tue ich es zur Ehre Gottes (1Kor 10,31)? Wird mein Tattoo Gott ehren? Viertens, habe ich Gott um Erlaubnis gefragt? Fünftens, welches Motiv, Bild, Symbol oder Zeichen wäre für mich und mein christliches Zeugnis am besten? Sechstens, wird mir mein Tattoo im Beruf, in der Gemeinde mir Nachteile bringen? Siebtens, wäre ich bei meinen gläubigen Geschwistern ein Anstoß?
In der letzten Predigtreihe von 722, der Jugendarbeit von North Point Church, haben sie nach der Predigt kostenlose Tattoos angeboten. Das fand ich echt spitze. Im Internet habe ich auch eine christliche Seite über Tattoos gefunden: dem Christian Tattoo Association. Ist echt lesenswert, mit vielen Tattoo-Beispielen. Für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Thema Tätovierungen, würde ich aber eher die Website Sacred Ink empfehlen, mit Zeugnissen, Bildern usw.
Ich bin mir wegen dem Tattoo nicht sicher. Ich muss noch ein bißchen darüber nachdenken. Aber, hey, Jesus ist auch tätoviert (Offb 19,15-16):
Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Völker schlage; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter, voll vom Wein des grimmigen Zornes Gottes, des Allmächtigen, und trägt einen Namen geschrieben auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte: König aller Könige und Herr aller Herren.
Letztes Wochenende hatten wir unseren ersten NewLife Gottesdienst. Obwohl wir eine kleinere Gruppe waren, haben wir alle die Atmosphäre genossen. Weitere Bilder gibts hier.



Bin zurück von einer kleinen Jugendkonferenz aus Würzburg. Das wurde organisiert von ein paar Leuten von der Bibelschule Wiedenest. War echt nett. Im Laufe des Tages wurde auch viel über die Emerging Church gesprochen… ich habe gemerkt, wie auch sehr normale/traditionelle Gemeinden es realisieren, dass wir uns bereits im 21. Jahrhundert befinden. Interessanterweise wird beim nächsten traditionellen Jugendpfingstkonferenz in Wiedenest ein Seminar über die Emerging Church angeboten.
Ich konnte ein bißchen über unser neues Projekt NewLife sprechen und über die Erfahrungen, die wir bisher bei unseren Kneipen-Events gemacht haben. Habe gemerkt, dass auch sehr viel Interesse an dem Projekt besteht und dass wir echt viel Glück haben, in Aschaffenburg eine Gemeinde zu haben, die das träumen und das experimentieren nicht nur zulässt, sondern auch fördert. Emerging Church wird nun in Aschaffenburg greifbar.
Das Gesicht der Medienwelt verändert sich drastisch. High-End Technologie wird alltagsgebräuchlich. MP3-Player, DVD-Recorder mit integrierten Festplatten, hochauflösenden HDTV-Ready Fernsehbildschirmen sind keine Dinge der Zukunft, sondern der Realität. Die Firmen kloppen sich um die Kunden, um den Preis so weit herunter wie möglich zu treiben. Neue Standards werden entwickelt, neue Möglichkeiten werden erforscht. Natürlich hat nicht jeder Deutsche all diese Technik im Wohnzimmer – aber sie ist ihm nicht mehr fremd. Wer heutzutage nie von Mp3 gehört hat, hatte damals in den 80ern wahrscheinlich noch einen schwarz-weiß Fernseher.
Wie siehts in unseren Gemeinden aus? Ist diese Frage überhaupt notwendig? Ich denke schon. Und zwar sehr wichtig. Wichtige Hinweise gab der katholische Medientheoretiker Marshall McLuhan. Ich möchte kurz auf seine Thesen eingehen und ein paar Rückschlüsse auf die Gemeinde ziehen, die wirklich grundlegende Veränderungen bringen können:
„Medien als menschliche Verlängerungen“
Medien sind keine bloßen Botschaften oder Bilder – sie sind, so McLuhan, eine Verlängerung des Menschen. Sie sind ein Teil seiner Gedanken, seines Wesens. Leonardo DaVincis Charakter und sein Forschungsdrang haben seine Ideen und Skizzen nicht nur geprägt, sie waren der Ausdruck seines Charakters. Demnach sind Medien keine bloßen Werkzeuge, sondern deuten auf die Person(en) und deren Werte hin.
McLuhans Grundannahmen basieren auf einem sehr weit gefassten Medienbegriff. Seiner Definition zu folge beinhaltet fast jeder Gegenstand mediale Eigenschaften: „Denn die „Botschaft“ jedes Mediums oder jeder Technik ist die Veränderung des Maßstabs, Tempos oder Schemas, die es der Situation des Menschen bringt.“ (McLuhan 1964, 18). Demnach ist das Buch ebenso ein Medium wie die Eisenbahn. Wikipedia.
Die Bibel spricht davon, dass jeder Mensch im Bild Gottes geschaffen worden ist. Als Imago Dei. In der Theologie bedeutet dies, dass der Mensch nicht Gott ist – oder Gott Mensch – sondern dass der Mensch ein Ausdruck Gottes Charakters und Wesens sei. Der Mensch ist eine „Verlängerung“ Gottes. Auch durch den Sündenfall ist der Mensch immer noch Imago Dei, mit dem großen Unterschied dass er als Verlängerung Gottes nicht mehr so recht funktioniert. Die Verbindung ist getrennt. McLuhan hat vielleicht nicht ganz Unrecht, oder?
Was hat das alles mit Gemeinde zu tun? Nun, dass ganz normale Dinge wie die Architektur, die Musikauswahl, die Farbe, Helligkeit oder der Geruch des Anbetungsort viel über die Gemeinde selbst aussagt!
Umwelten sind keine passiven Hüllen, sondern eher aktive Vorgänge, die unsichtbar bleiben. McLuhan
Ein Experiment: Wie fühlt man sich in einer Kathedrale? Wie fühlt man sich in einem Cafe? Wie fühlt man sich im Wartezimmer eines Zahnarzts? Interessant, oder? Die „Aufmachung“, das Design oder sogar die Raumtemperatur sagen viel über die Bestimmung, die Werte und die Ziele derjenigen aus, deren Dienstleistungen oder Produkte man erfordert.
„The Medium is the Message“
Ich kommt immer mehr zu der Überzeugung, dass Botschaften von der Art und Weise verändert werden, wie sie präsentiert werden. Der Satz „die gleiche Botschaft, andere Ausdrucksformen“ scheint nicht so zu stimmen, wie es Gemeindemarketingexperten es uns immer gesagt haben. Weil sich die Botschaft immer ein Stückweit mit dem verändert wird, wie sie präsentiert wird. Das neue Buch „The Hidden Power of Electronic Culture: How Media Shapes Faith, the Gospel, and Church“ zeigt dies sehr deutlich auf und ist speziell für dieses Thema absolut empfehlswert.
Ein Experiment. Du bist männlich, Mitte 30, bist von zuhause aus eher atheistisch aufgezogen worden, hast einen Realschulabschluss, arbeitest als Anlageberater bei einer bekannten Bank. Mit Kirche hast du wenig zu tun – ein Kollege lädt dich eines Tages mit in diese Gemeinde:

Frage: Mit deiner ganzen Vergangenheit, deiner Erfahrung – was lernst du von Jesus von dieser Atmosphäre?
Frage 2: Andere Situation. Du bist weiblich, 25 Jahre alt, single, ein uneheliches Kind, und lebst von der Stütze. Was lernst du von Jesus von dieser Atmosphäre?
Der Anlageberater und die junge Mutter hören in der Predigt die gleichen Worte – empfinden die dazugehörige Atmosphäre aber total anders. Komisch, oder? Es ist nicht der gleiche Jesus.
Das Medium beeinflusst sehr wohl die Botschaft – weil die Botschaft mehr als nur die gepredigten Worte sind, sondern die Umgebung. The Medium is the Message. Wir wissen, dass Gott nicht auf Äußerlichen schaut – sondern auf das Herz. Aber Kirchendistanzierte sehen nunmal auf Äußerlichkeiten. Können wir ihnen zuliebe wenigstens einmal darüber nachdenken, wie unsere Umgebung wirkt? Ich meine damit mehr als der Gottesdienstraum. Sondern die Art und Weise, wie man spricht. Ob die Musik schlampig ist. Ob die Powerpoints farbig ansprechend abgemischt sind, oder ob der Text hellgrau auf einem weißen Hintergrund abgebildet ist. Wie der Kaffee schmeckt. Aber was können wir in der Gemeinde tun?
Wir brauchen die Fähigkeit, zu sehen
Mehr als nur sehen – sondern richtig zu empfinden. Hier einige Tipps:
- Welche Perspektiven und Farben benutzen die Filme, die in deiner jeweiligen Kultur total angesagt sind?
- Welche Witze finden Leute in der Stadt witzig? Schwarzer Humor? Schadenfreude? Einzeiler? Sprüche?
- Schaue dir eine coole Zeitschrift an, ohne auf den Text zu achten. Wie ist er ausgelegt? Welche Abstände benutzen die Artikel? Wie sehen die Bilder aus? Welche Gefühle möchten die Werbungen hervorbringen?
- Wie versuchen Werbungen uns zu manipulieren? Mit Erfolg, Sex? Wie versuchen sie, in uns Gefühle zu wecken?
Ich weiß nicht wer das Wasser entdeckt hat, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es kein Fisch war. McLuhan
Wir müssen als Leiter die Fähigkeiten haben, mehr zu sehen als andere. Die kleinen Details wahrnehmen. Äußerlichkeiten sind unserer deutschen Kultur wichtig – und sogar unseren Gemeindemitgliedern wichtiger, als wir es denken. Christliche Teestuben der 70er und 80er sind heutzutage eine Beleidigung an die deutsche Kultur. Der brummende OHP ist der Grund, warum sich viele Teenager in unserer Gemeinde für Jesus schämen.
Links:
Is Jesus the next killer app? Ein Artikel darüber, wie große Tech- und Medienfirmen nun ihre Waren und Dienstleistungen extra an Gemeinden anbieten.
Church Marketing Sucks. Eine Seite rund um das Marketing der Gemeinde… genial. Für viele Emergents ist das Wort Marketing ein böses Wort, weil es an Manipulation und an Spiegel- und Rauch Magie erinnert.
Marshall McLuhan: „The Medium is the Message“. Eine christliche Internetseite rund um McLuhans Thesen – und eine abgewogene Kritik.
Kairos Media. Eine christliche Medienfirma, die mit neuen Ideen experimentiert – Video Loops, Videos, Musik, Filmrezensionen aus der christlichen Sicht.
Mosaic Church in LA überträgt nun die Predigten von Erwin McManus nicht nur als mp3 Podcast, sondern nun auch als Quicktime-Video.
Würdest du dir mehr technische Unterstützung in deiner Gemeinde wünschen, abgesehen von den Kassettenaufnahmen, die deine Gemeinde schon seit Jahrzehnten hat? Findest du, dass seine Gemeinde auch Podcasts und Livestream-Videos anbieten sollte? Oder ist das alles bloß Verschwendung? Sind die Predigten überhaupt so gut und ansprechen, dass sie es Wert wären, übertragen zu werden?
Unsere Gemeinde legt viel Wert auf Grafik, das Internet und Videos. Die Predigten wurden bereits mehrere tausend Mal heruntergeladen. Viele Besucher sind über unserer Website in unsere Gemeinde gekommen – wir machen in Aschaffenburg überhaupt fast keine Werbung.
Ich glaube dass der Satz The Medium is the Message heute 2006 mehr denn je angesagt ist. Ich habe bisher sehr wenige Gemeinden getroffen, die sich es zum Ziel gemacht haben, wirklich gut in dem zu sein, was sie machen. Wer verbindet die christliche Kirche mit Kreativität, Innovation und Exzellenz? Ein tolles Gegenbeispiel dafür ist Lifechurch TV - die auf ihrer Website die Predigt Videos, das Audio, die Predigtmanuskripte bis zu den Photoshop-Dateien der Seriengrafiken, die man selbst bearbeiten kann. Ihr Motto: „Free Creative Content for Churches“. Es lohnt sich, mal vorbeizuschauen.
Hat tip an: Church Marketing Sucks
Habe ein sehr nützliches kleines Tool für die persönliche Organisation gefunden: PocketMod: The Free Disposable Personal Organizer. Statt mit dicken PDAs, kann man sich mit diesem Flash-Programm die Seiten eines kleinen Organizers selbst zusammenstellen, auf eine DinA4 Seite drucken, falten, schneiden und viola! man hat seinen eigenen kleinen Organizer!
Vorteil: das Ding ist billig und passt in jeden Geldbeutel.
Hier mein kleiner Beitrag zur ganzen Story:

Speichert es euch ab, setzt es auf eure Blogs, schickt es weiter, schreibt die eMail!! Hier stehen wir, wir können nicht anders.