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  • newlifechurch 6:48 on August 6, 2006 | 3 | # |

    Habe vor einigen Wochen im Focus einen echt coolen Artikel gelesen über Netzwerke. Ich bin ehrlich gesagt ein ziemlicher Loser wenn es um Soziales geht, deshalb hat mich dieser Artikel so faszinert. Aber gerade besonders auch, weil der Artikel mit dem Apostel Paulus anfing:

    Zwar war es Jesus, der übers Wasser ging, aber ohne Paulus hätte davon niemand etwas erfahren. Während die Urchristen in Jerusalem ausharrten, reiste Paulus bis nach Rom und wurde der wichtigste Missionar des jungen Glaubens. Um seine Botschaft unters Volk zu bringen, nutzte Paulus Kontakte, die er in seinem Leben als Pharisäer Saulus gesammelt hatte. Und siehe da: Ohne das Netzwerk des Apostels wäre der Glaube an die Nächstenliebe wahrscheinlich niemals über die Grenzen Palästinas gekommen. Focus, Nr. 29, 2006, S. 81

     

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    Paulus als Netzwerker, da gingen mir alle Lichter auf. Natürlich ist es wahrscheinlich nicht das erste Mal, das ich das gehört habe. Aber bei mir haben alle Glocken geläutet. Ok, gut, Gott hätte das natürlich auch irgendwie ohne Paulus schaffen können. Aber die Welt wäre mit Petrus wahrscheinlich nicht evangelisiert worden. Er war einfach nicht der Typ dazu. Die zwölf Apostel brauchten einen Netzwerker. Klar, die Apostelgeschichte ist nichts anderes als ein Logbuch über die Beziehungen und Netzwerke, die nach der Himmelfahrt Jesu entstanden sind (von Jerusalem bis nach Rom).

    Der Artikel gibt dann fünf Tipps, wie man sein Netzwerk-Potential erhöhen kann:

      Suche Gelegenheiten, mit Menschen eine Beziehung einzugehen, egal wie wichtig oder unwichtig diese Personen sind.
      Sei wie der Pate: Frage, was du für sie tun kannst. Irgendwann wird dann der Tag der großen Abrechnung kommen, wo du die Beziehung vorteilhaft (für dich) benutzen kannst.
      Seie jemand, der Menschen unterschiedlicher gemeinsamer Interessen verbindet und neue Netzwerke schafft.
      „Schmuggle“ dich in Netzwerke, die es schon gibt (im christlichen Kontext wären das Hauskreise, Cliquen usw.)
      Pflege die Kontakte die du hast. Per Anruf, eMail, SMS oder Brief. Gib ihnen eine kleine Aufmerksamkeit, dass du sie nicht vergessen hast.

    Natürlich hört sich davon einiges sehr krass an, weil es einen verleitet, andere Menschen auszunutzen. Und aus persönlicher Erfahrung aus der Geschäftswelt weiß ich, dass dies auch rege getan wird. Aber ich denke dass wir nicht nur daran arbeiten müssen, Beziehungen zu haben, sondern auch gute, gesunde und wirkungsvolle Beziehungen zu haben. Am Ball zu bleiben.

    Konkretisiert auf den (zumeist) wirtschaftlichen Bereich bedeutet der systemtheoretische Ansatz [von Netzwerken] eine Abkehr von herkömmlichen, hierarchisch-dirigistisch gesetzten Organisationsstrukturen und eine Hinwendung zu Kooperation und Koordination in Netzwerken in Wirtschaft und Gesellschaft. Aus Wikipedia.

    Gerade das ist meine jetztige Erfahrung mit NewLife. Dirigierte-hierarschische Events sind nichts so angesagt wie Grillparties oder spontane Treffs. Natürlich muss man da irgendwo ein Mittelweg gehen, aber vielleicht wir die Emerging Church viel flüssiger, dezentral, als wir es uns vielleicht wünschen (weil wir es hassen, Autorität, Anerkennung und die Früchte unserer Arbeit abzugeben).

    Was ich mir für die nächsten Monate und Jahre wünsche:

      Geplante Open-Source Networking-Events für junge Gemeindegründer und -Leiter. Ohne besondere Einladungen, ohne Geld, ohne Programm. Nur „Visitenkarten“ austauschen.
      Eine Art christlicher OpenBC für christliche Leiter und Gruppen.
      Vielleicht weniger Betonung auf die klassische Evangelisten-Ausbildungsformen wie Überredungskunst, Rhetorik oder Argumentation – und mehr Wertschätzung von Networking-Skills.
      Für mich persönlich eine klarere Strategie für mein Leben und meinen Dienst – das entdecken meines Netzwerk-Potentials.

    Hat da draußen im Cyberspace vielleicht schon gute Erfahrungen? Empfehlenswerte Literatur? Gruppen, Vereine, bereits bestehende Netzwerke?

     
  • newlifechurch 6:38 on Juli 28, 2006 | 1 | # |

    Letztes Wochenende hatten wir unseren ersten NewLife Gottesdienst. Obwohl wir eine kleinere Gruppe waren, haben wir alle die Atmosphäre genossen. Weitere Bilder gibts hier.

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  • newlifechurch 8:52 on Juli 19, 2006 | 3 | # |

    Bin die letzten Tage dabei, den ersten NewLife Gottesdienst zu organisieren. Das blöde dabei ist dass ich Spätschicht habe, und tagsüber keine Zeit habe. Also entweder morgen frühs (wenn ich total kaputt bin) oder spät Abends nach der Arbeit.

    Betet bitte für die Vorbereitungen und den Gottesdienst am Samstag. Wir geben unser bestes, haben aber sehr viel andere Sachen um die Ohren gehabt in den letzten Wochen. Ich glaube an dieses Projekt, 20jährige zu erreichen und sehne mich nach einer echten Gemeinschaft, in der wir zusammen dieses Abenteuer mit Jesus leben.

    Fragen, die ich mir stelle:

    1. Wie finanziert man eine Arbeit, wo die Zielgruppe fast kein Geld verdient? Ist das wie bei der Kinderarbeit, also „Geld von den Großen?“)

    2. Wie bringt man 20jährige dazu, sich auf eine Sache zu konzentrieren?

    3. Wie sagt man nein zu Leuten, die „nein“ als persönliche Erniedrigung empfinden?

    Hilfe!?!

     
  • newlifechurch 4:44 on Juli 3, 2006 | 3 | # |

    Die bahnbrechende Arbeit unter Jungen Erwachsenen bei der Willow Creek Church, Axis, ist nun tot. Bin mal gespannt, was als nächtes kommen wird. Hier einige Gedanken:

    • Finde es gut, scheinbar gut laufende Projekte einzustampfen. Nicht alles, was gut läuft, ist am Besten.
    • Ist es passiert, weil sie die Jungen Erwachsenen erwachsen machen wollen? Ist das der richtige Ansatz.
    • Werden sich die Mitglieder von Axis im normalen Willow Creek integrieren?
    • Wird sich Willow Creek dadurch ändern und mehr und mehr Emerging werden?
     
  • newlifechurch 7:02 on Mai 25, 2006 | 7 | # |

    Komme gerade vom DaVinci-Code zurück, war mit meinem besten Freund dort. Ziemlich unbeeindruckend, wenn man das Buch liest. Die Argumente im Film sind unplausibel (liegt natürlich an der Zeit) und der Film ist am Ende etwas langatmig und überdramatisch. Ich bin eigentlich ein großer Fan des Buches, aber den Film hätte ich mir sparen können. Aber eine interessante Beobachtung: viele Leute haben direkt nach dem Film über Kirche und Jesus geredet.

    Bob Hyatt hat eine echt coole Ressource für Pastoren herausgegeben: PastorHacks. Da ich sowieso von Lifehacker süchtig bin, hat dieses in meiner Hack-Liste gefehlt. Es handelt sich um Zeitmanagement, Effektivität, Macs und coole Tools.

    jesusfaktor.jpgHabe vor einigen Wochen das Buch von Kester Brewin im Briefkasten erhalten, Der Jesus-Faktor. Naja, ok, ich habe die meisten Emerging Church Bücher im Bücherregal stehen. Also dachte ich mir, dieses Buch würde mich nicht von den Socken hauen.

    Mit diesem Buch haben die Jungs und Mädels des Verlags C&P echt ins Klo gegriffen. Ein wirklich scheußliches Buch. Vom Inhalt und von der Aufmachung. Kann mir überhaupt jemand sagen, was mir dieser Kerl mit diesem Buch sagen will? Ich habe schon viel Sozialpädagogik im Gewand von möchtegern-Ekklesiologie gelesen, aber dieses Buch nimmt auf dieser Liste wirklich den ersten Platz der Blabla-Liste ein. Ich habe das Gefühl, dass Brewin versucht, so cool wie Malcom Gladwell zu sein. Es klappt aber leider nicht.

    Die Aufmachung des Buchs ist schlecht, es ist langweilig zu lesen und enthält einige Rechtschreibfehler. Spart euch das Geld und lade einen Kumpel zu X-Men 3 ein.