Soomas altes Blog

newlifechurch

  • 12:58:21 on Januar 23, 2006 | # | 2

    „Als Christ finde ich Theologie eigentlich nicht notwendig. Hauptsache, ich glaube an Jesus. Auf nebensächliche Streitigkeiten habe ich keine Lust.“ Solche Sätze habe ich schon sooo oft von gutgläubigen Leuten gehört. Wie ich schon in den vergangenen Posts geschrieben habe, ist das Interesse für Theologie auch in christlichen Kreisen an einem Nullpunkt angelangt und ist nur noch für diejenigen spannend, die keine Freundin oder andere Hobbies haben. Ich musste beim Lesen des folgenden Zitats laut lachen:

    Die Theologie nimmt in der Religion etwa denselben Platz ein wie die Gifte unter den Nahrungsmitteln. (Napoleon) 

    Deshalb spreche ich von der Notwendigkeit einer Straßentheologie - um das Thema Theologie wieder aus den verstaubten Bücherregalen und den hohen Elfenbeintürmen zu holen. Eine Art Theologie für jedermann. Für normale Leute. Tiefgründig aber dennoch verständlich. Ohne viel blabla.

    Hier einige Bilder vergangener (und sehr wichtiger) Theologen. Schaut euch mal diese „alten Säcke“ an – seid ehrlich: ist es ein Wunder dass man sich nicht für die Theologie interessiert?

     

    Warum Theologie (trotzdem) wichtig ist

    Diese Männer oben zählen zu meinen Helden. Dennoch waren sie total weltfremd - außer dem Mann auf dem rechten Bild, Johannes Calvin. Man wundert sich in Theologenkreisen immer noch, wieso einer der größten (theologischen) Denkern allerzeit, Karl Barth (Mitte), in der Deutschen Gesellschaft keinen bleibenden Einfluss ausgeübt hat.

    Warum finde ich Theologie wichtig? Erstens: die Theologie war schon zu allen Zeiten wichtig gewesen. Ja, auch in säkularisierten oder sogar offen-atheistischen Gesellschaften. Ich gehe nämlich davon aus, dass jeder Mensch eine Art Theologe ist. Jeder hat eine bestimmte Vorstellung von Gott, die seinen gesamten Lebensweg heftigst prägen wird. Einige der Menschen, die sich am meisten mit der Theologie befassen sind keine Christen – sondern Atheisten. Sie suchen Argumentationen, Wege und Mittel um sich von Gott zu distanzieren – dies gehört natürlich auch in den Rahmen der Theologie.

    Also gehe ich davon aus, dass jeder Mensch ein Theologe ist. Ich gehe auch davon aus, dass seine Theologie seine Moralvorstellung,  Ethik und seine Beziehungs- und Gedankenwelt grundlegend prägen wird. Ein Mensch, der sich Gottes Gegenwart im Leben bewusst ist, wird meist anders leben, denken und fühlen wie ein Mensch, der Gottes Lebensvorstellungen in den Wind schießt. Fazit: Warum ist Theologie wichtig? Weil die Theologie unser Schicksal entscheidet.

    „…denn es ist keine Treue, keine Liebe und keine Erkenntnis Gottes im Lande.“ (Hosea 4,1)

    Theologie war schon immer wichtig, auch wenn sie meist im Pulsschlag einer Gesellschaft nur unbewusst wahrgenommen wurde. Sie zeigte sich aber z. B. in den moralischen Entscheidungen des Volkes. Theologie war schon immer grundlegend wichtig für eine Gemeinschaft – die Leute haben es bloß nicht gewusst.

    Ein zweiter Grund für die Theologie ist es, Gott kennenzulernen. Ich denke mal, dass das klar ist. Deshalb ist in unserer pluralistischen Gesellschaft eine richtige Theologie wichtig. Ich schreibe bewusst „richtige Theologie“. Ich weiß, in der Postmoderne grenzen solche Sätze fast an Blasphämie – aber es gibt genug falsche Theologien, die momentan im Fernsehen, im Web und in den Zeitschriften kursieren.

    Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre (1Tim 4,16)

    Leider werden Bibelverse wie dieser von vielen kämpferisch-fundamentalistischen Christen mißbraucht, andere zu kritisieren oder zu beschimpfen – die ihren gesamten Lebenssinn darin finden, die wahrhafte Doktrin so zu verteidigen, wie ein Löwe seine Jungen. Dies habe ich sehr oft in meiner konservativen Bibelschulzeit traurig miterleben dürfen, die ihre „biblische“ Theologie praktisch mehr liebten als Gott und die Menschen.

    Eine authentische Theologie wird es dem Menschen nicht zulassen, mit sich selbst besessen zu sein.

    Es ist nicht möglich zu sagen: Jesus ja, Theologie nein. Meine erste Frage wäre dann: wie ist denn dieser Jesus, an den du glaubst? Wie ist sein Charakter? Was denkt er über dich? Warum ist er für dich gestorben? Wer ist dieser Jesus, an den du glaubst? Willkommen in der Theologie.

    Nächstes Mal: Wie wird Theologie betrieben? Wie macht man das? Vorstellung von Grenz’s Theologie der Gemeinschaft!

     

Comments

  • petersemenczuk 11:11 on 24 Juni, 2008 | #

    Menschen, die sich als Christen bezeichnen,
    brauchen die wahre Theologie des lebendigen Gottes und des Heiligen Geistes,die mit Christus und mit dem Heiligen Geist, aus dem Schoss des Vaters und Himmel, auf die Erde und zu allen Menschen gekommen ist.
    Theologie ist die Gotteslehre, die ein jeder Mensch und Christ, nach seiner Geist und Wiedergeburt, in seinem Innern/Herz und Gewissen, hören und befolgen muß.
    Wie will der Christ eigentlich Christus hören und gehorsam sein, wenn er Jesus Christus und seine Botschaft, nicht hören und befolgen will und sie ablehnt?
    „Meine Schafe hören meine Stimme sagte Christus, Und:
    „Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe, den sollt ihr hören“, sagte Gott zu den Jüngern und allen Menschen, die Chistus nachfolgen wollen, auf dem Berg der Verklärung Jesu Christi.

    Die einzig wahre Theologie des lebendigen Gottes, ist die Theologie, die Christus verkündet hat in dem Geist des Vaters und, selber danach gelebt hat in der irdischen Armut und Einfachheit.
    Darum ist ein Theologe/Gotteslehrer des lebendigen Gottes, von Anfang der Zeiten und Epochen,
    1.immer von Gott berufen worden und,
    2.durch Gott zubereitet worden und,
    3.von Gott erwählt und legitimiert worden,
    UND:
    4. Von Gott ausgerüstet und gesandt worden zu verkündigen diue Botschfat des lebendigen Gottes, an den einzelnen Menschen,Gesellschaft und Regierenden.
    SIE, die Diener und Theologen des lebendigen Gottes und seinem Christus,
    Sind nie von Menschen und ihren theologischen Fakultäten und Bibelschulen gemacht worden, ausser Apollos, der seine Theologie des Alten Testaments, auf der
    Academie in Alexandrien gelehrt bekam, darum kannte er Christus, den Messias, nur nach dem Buchstaben des Alten Testaments, und nicht wie Apostel Paulus, durch die lebendigen Erfahrung so, dass er von einem Saulus und Sünder,zu einem Christen und Diener/Theologen Gottes und seinem Christus wurde.
    Der Erste,Apollos, predigte nach dem Buch -staben des Alten Testamnets,
    Der Zeite/Paulus, predigte in dem Geist der Wiedergeburt und Legitimation des lebendigen Gottes und seinem Christus.
    Welch ein Unterschied das ist, weiß nur der zu berichten, der auf dem gleichen Wege, zu Gott und seinem Christus gefunden hat.
    Diese lebendigen und unvergessliche Erfahrung, wünsche ich meinem Land und allen Menschen. Peter Semenczuk
    Autor und Herausgeber Christlich- theologischer Publikationen im Internet und Selbstverlag


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