Soomas altes Blog

newlifechurch

  • 07:00:50 on August 17, 2005 | # | 3

    Schon mal ein kleiner Teil über die Moderne/Postmoderne…

    Die postmoderne Herausforderung

    Der genaue Anfang des postmodernen Zeitalters kann nicht mit Sicherheit bestimmt werden, obwohl literaturwissenschaftlich die ersten Ideen des westlichen Paradigmawechsels wohl aus der Zeit der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts entstammen, aber erst in den 70ern als Entwicklung innerhalb der Kunst und Architektur auftraten. Wie der Begriff schon sagt, ist die „Post“ bzw. „Nach“-Moderne jenes Zeitalter, das der Moderne unmittelbar folgt und entstammt.

    Die Moderne selbst ist jene gesellschaftliche Weltanschauung des 16. bis 20. Jahrhunderts, die der philosophische Vater der Moderne René Descartes mit Cogito, ergo sum („Ich denke, also bin ich“) ins Rollen gebracht hat. Die Moderne wurde besonders durch die Gedanken der europäischen Aufklärung angetrieben: die hohe Betonung des menschlichen Verstandes und die Suche nach einer objektiven Erklärung der Welt – die die Errungenschaften z. B. der Physik, Medizin und Biologie möglich machten. Dabei wurden größtenteils übernatürliche Glaubensinhalte als Mythen und Ammenmärchen abgetan.
    Hierin besteht die Kritik der Postmoderne.

    Die Philosophen der Moderne waren davon überzeugt, „…daß es nur der richtigen ‚Aufklärung’ bedürfe, um die Menschheit vor der drückenden Last aller Vorurteile zu befreien und ein besseres, auf der Vernunft regierendes Zeitalter allgemeiner Glückseligkeit heraufzuführen.“ Die Geschichte des 20. Jahrhunderts mit hat uns jedoch eines besseren belehrt: der Faschismus, Militarismus, Nationalsozialismus und Kommunismus hinterließ zumindest in der westlichen Welt ein breites Zeugnis von Tod, Krieg und Verwüstung. Die idealistischen Utopien der Moderne stellten sich (trotz des immensen Fortschritts) letztendlich als Trugschluss heraus:

    „The architects of modernity believed that they were building a new society on the foundation of universal rationality alone. Their goal was to move beyond wars and conflicts, which they believed to be in the inevitable result of the myths and religious dogmas of premodern peoples. The modern outlook assumes the Enlightenment program of discovery is purely objective, free from the premodern dependency on myths and stories to explain the world. The moderns believed that they were able to see the world as it really is. Postmodernism says that this was an illusion.” (Hervorhebung d. Autors)

    (c) Denton Gandy, August 2005

     

Comments

  • kapeka 7:43 on 17 August, 2005 | #

    Hi. Wie kommts. Lässt du uns doch an mehr teilhaben? Und sogar Kommentare lässt du zu ;-)
    Viel Spaß dir noch bei deiner Arbeit. Ich bin auch gerade an der Postmoderne dran.

  • Danny 7:53 on 17 August, 2005 | #

    Hey Karl du alter Braker. Tja, ich muss jetzt wohl die Arbeit schreiben. Nix mehr Fernseh gucken, Nase popeln und Zigarillos rauchen ;-)

    Hey, ich bin dafür dass wir die Postmoderne als Unfug abtun und uns eine Menge Arbeit ersparen. Wie wär’s?

    Bist du zuhause, oder in Brakecity?

  • kapeka 7:57 on 17 August, 2005 | #

    :lol: Ich sitz zu Hause, Hotel mama. Bei mir rauchen nicht die Zigarillos, sondern der Kopf von dem ganzen Zeug. ;-) Ich hätte mich gar nicht auf diese Philosophen einlassen sollen. Ich hab die hälfte der Seiten verbraucht und hab grad mal Einführung in Antike und PoMo geschafft. Das Problem an den Pomo Philososphen ist, dass die ja wirklich gescheit sind … einige ;-)


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